Daredevil/Punisher: Der siebte Kreis

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Matt Murdock arbeitet mittlerweile als Staatsanwalt. Der blutrünstige Killer Sergey Antonov hat jedoch in New York keinerlei Chance auf eine faire Verhandlung, weshalb ihn Murdock nach Texas überführen will. Diese simple Verlegung wird jedoch schnell zu einer gravierenden Problematik, denn Antonov gerät ins Visier vom Punisher, der mit aller Macht verhindern will das der Russe Texas erreicht. Daredevil und sein Partner Blindspot stellen sich dem Punisher entgegen, doch warum will Murdock Antonov eigentlich nach Texas verlegen? Um ihm eine faire Verhandlung zu geben oder die Todesstrafe zu ermöglichen?

Daredevil/Punisher besitzt zwar eine durchaus spannende Grundthematik, der Comic setzt jedoch zu einem Großteil auf simple Action. Das macht den Comic nicht schlecht, es wäre jedoch durchaus mehr drin gewesen. Der simple Fokus auf die Action führt dazu, dass der Comic an einen kurzweiligen Action-Streifen erinnert. Es kracht, scheppert und ist schnell wieder vorbei. Das es jedoch nicht schnell wieder vergessen ist, liegt an der gelungenen Charakterzeichnung. Auch wenn keiner der Charaktere wirklich genug Raum zur Entfaltung oder gar Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit hat, funktioniert die Chemie der Charaktere ausgesprochen gut.

Der Punisher ist nicht das pure Böse, sondern der Antiheld der er nun mal ist, Daredevil ist maximal undurchsichtig und Blindspot steht zwischen den Stühlen und ist zu unerfahren um wirklich klar denken zu können. Es macht Spaß die Charaktere interagieren zu sehen und auch die Geschichte ist ausreichend spannend um bei der Stange zu halten. Wer aber ein intelligent geschriebenes Kammerspiel erwartet, der wird wohl enttäuscht werden. Der Comic ist und bleibt ein Action-Happen, der zwar Spaß macht, dann aber auch nicht genug Ruhe mitbringt um wirklich zu berühren. Ein wenig mehr Zeit um die Charaktere auszuarbeiten wäre besser gewesen.

Die Optik zeigt sich von einer starken Seite und hinzu kommt, dass die Verarbeitung des Comics wieder äußerst gelungen ist. Die Farben tragen zur äußerst düsteren und ruppigen Atmosphäre bei und die Charaktere sind sehr gelungen gezeichnet. Einzig die etwas zu bullige Darstellung des Punishers sagt mir nicht ganz zu.

reumeiers letzte Worte

Gelungenes Comic-Fastfood, das auf guten Niveau unterhält. Zwar wird der durchaus spannende Ansatz nicht zu 100% zufriedenstellend aufgearbeitet, die gute Figuren Chemie und die spaßige Action gleichen das aber wieder aus. Fans von Crossovern und den Charakteren schlagen zu. Daredevil Fans haben sowieso ein besonderes Interesse daran zuzuschlagen, da momentan keine neue Daredevil Serie erscheint. Die Vorgängerreihe konnte leider nicht genügend Käufer anlocken und deshalb erscheint momentan keine neue Daredevil Reihe. Darum haben einige Comic-Youtuber Rund um MaBuGus Comickiste die Action #RettetDaredevil ins Leben gerufen. Eine schöne und unterstützenswerte Action wie ich finde, weshalb ich hier einmal auf sie verweise. Leider bin ich bei Daredevil nicht wirklich zu Hause, weshalb ich nicht weiter an der Action teilnehmen werde. Auf Twitter und Co. werde ich aber natürlich alles zu dem Thema teilen.

Wie immer geht ein riesiges Dankeschön an das Panini Comics Team raus, da sie mir diesen Band als Rezensionsmuster zur Verfügung gestellt haben.

Allgemeine Angaben

Verlag: Panini Comics

Autor: Charles Soule

Zeichner: Reilly Brown, Mast, Szymon Kudranski

Preis: 16,99€

Seiten: 132

Us-Hefte: Daredevil/Punisher 1-4

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