Kurz angezockt For Honor (Closed Beta)

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Es wird mal wieder Zeit über ein Videospiel zu berichten. Bei all den Titeln und Konsolen (ich freu mich so übertrieben auf die Switch)  die dieses Jahr noch erscheinen ging der Titel For Honor in meiner Vorfreude fast ein wenig unter. Durch einen Twitter-Kumpel bin ich dann aber doch an einen Key für die Closed Beta gekommen und was ich in dieser Beta so erlebt habe, könnt ihr hier lesen. Spoiler zu Beginn: Das wird ein Release Kauf (wenn ich eine Crew zusammenbekomme)!

Was ist For Honor eigentlich? For Honor ist ein Multiplayer, Third Person Actionspiel, bei dem es darum geht mit verschiedenen mittelalterlichen Klassen eine Schlacht zu gewinnen. Es gibt drei Fraktionen (Ritter, Wikinger, Samurai), die zu Beginn jeweils vier verschiedene Klassen besitzen mit jeweils verschiedensten Stärken und Schwächen. Die Fraktionen haben erst einmal keine Bedeutung, da man im Multiplayer jede Klasse von jeder Fraktion spielen kann. Da man jedoch im Multiplayer für seine Fraktion Punkte sammelt und diese in verschiedenen Seasons um die Vorherrschaft kämpfen, ist die Wahl der Fraktion bereits ein wichtiger Punkt. Doch dazu später mehr.

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Das Kampfsystem ist darauf ausgelegt in einem direkten Zweikampf mit einem anderen Kontrahenten zu stehen. Man geht in eine Abwehrhaltung und kann nun in drei Richtungen sowohl blocken als auch angreifen. Greift man in die Richtung ein in die der Gegner blockt, wird der Angriff abgeblockt und umgekehrt gilt das selbe. Das klingt jetzt vielleicht sehr simpel, ist jedoch im Eifer des Gefechts gar nicht mal so einfach. Dazu kommen noch Blockbrecher, Würfe, Ausweichrollen, Combos, Nicht blockbare Angriffe und Konterattacken und man erhält eines der spaßigsten Kampfsysteme die ich seit langem ausprobiert habe.

Das Spiel wird einen ähnlichen Dlc-Plan wie Rainbow Six Siege besitzen. Besitzer eines Season Passes bekommen neue Klassen kostenlos und früher und alle anderen können sich die zusätzlichen Klassen dann per Ingame-Währung dazukaufen. So entstehen keine Nachteile und jeder Spieler kommt im Laufe seiner Spielzeit an alle Klassen. Ein faires System von dem sich auch andere Publisher eine Scheibe abschneiden könnten.

Nach der Wahl der Fraktion entwirft man sich noch schnell das eigene Logo, welches einen im Multiplayer repräsentiert und das Tutorial beginnt.

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Im Tutorial lernen wir dann die Grundzüge des Spiels und erkennen auch einen leichten Moba Einschlag. Im Schlachtfeld im Spielmodus Eroberung tümmeln sich auch Npc-Mobs, die man mit einem Schlag im Vorbeigehen töten kann. Dadurch verschiebt sich die Frontlinie und die eigenen Mobs fangen an zu pushen.

Nach dem Tutorial müssen wir das Gelernte erst einmal in einem 1 vs. 1 gegen einen Bot anwenden und erst nach diesem Spiel werden wir in den Multiplayer entlassen. Doch wir sollten danach noch nicht in den Multiplayer gehen, denn das Spiel hat ein irrsinnig hohes Skilllevel und in den ersten Runden sah ich weder Land, noch war ich wirklich hilfreich. Im ersten 1 on 1 wurde ich von der Map gekickt (cool das das auch geht so muss man auch die Umgebung im Auge behalten) und in einem 2 on 2 war ich auch eher ein Klotz am Bein meines Mitspielers. In meiner zweiten Runde konnte ich zwar immerhin ein direktes Duell gewinnen, doch mir war klar das ich erst einmal mit Bots üben muss. Das kann frusten, wird aber vermutlich die meisten Spieler zum Trainieren motivieren. Und wenn wir gerade schon bei den verschiedenen Modi sind:

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Die Modi sind auf dieser schnieken Karte anwählbar. 1v1 ist ein direktes Deathmatch mit einem anderen Spieler 2v2 ein Teamdeatchmatch und 4v4 ein größerer Herrschaftsmodus. In diesem sind auch die Npc Mobs vorhanden und es geht bedeutend taktischer zu als in den Deathmatch Varianten. Im Spiel selbst gewinnt man durch das töten von Mobs ein paar wenige Punkte, durch das erobern von Punkten und das Töten von Gegnern gelangt man an weitaus mehr davon. Wenn man eine gewisse Zahl an Punkten erreicht hat erhält man mächtigere Perks, die es einem zum Beispiel erlauben mit Pfeil und Bogen zu schießen oder auch eine Wurfaxt zu schleudern. Diese Fähigkeiten sind recht mächtig und können einen verloren geglaubten Zweikampf recht schnell wieder umdrehen. Was sich unter dem Event Reiter verbirgt kann ich noch nicht sagen, da dieser momentan noch nicht spielbar ist. Die 1v1 und 2v2 Runden sind Best of Five Runden, was bedeutet, dass man drei Spiele gewinnen muss um die Runde für sich zu entscheiden. Das Spiel wird mit einem extrem stylischen Ladebildschirm eingeleitet und man ist sofort bereit sich in die Duelle zu werfen.

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Doch das war noch nicht alles. Mit der Ingamewährung kann man zwischen den Runden die Klassen optisch ein wenig aufmotzen und sich etwa neue kosmetische Items wie Gesichtsbemalungen oder ähnliches Zulegen. Dazu gibt es noch ein Crafting Material mit dem sich Waffen etwas verbessern lassen oder sogar neue Waffen anfertigbar sind. Dadurch lassen sich die Klassen individualisieren, ohne das ein allzu großer spielerischer Unterschied entsteht. Apropos individualisieren, die Klassen in For Honor sind „gender-locked“ was bedeutet, dass es männliche und weibliche Klassen gibt, man diese Klassen aber nicht im Geschlecht ändern kann. Das macht historisch gesehen vermutlich Sinn und wird auch unter diesem Aspekt von Ubisoft so kommuniziert.

Die Multiplayer Schlachten sind aber nicht nur schnödes Beiwerk, sondern jedes Spiel mit Bots und gegen andere Spieler treibt den „War of the Factions“ weiter an. Mit den im Spiel gewonnenen Punkte werden in diesem Modus global alle Punkte der einzelnen Fraktionen zusammengerechnet und es werden Gebiete auf der Weltkarte erobert. Nach dem Ende einer Saison gibt es dann verschiedene Boni für die Gewinner und Verlierer. Coole Idee, die sich jedoch nur hält wenn das Spiel auch wirklich einschlägt.

Auch einen Story Modus wird im fertigen Spiel enthalten sein und leichte Andeutungen auf die Geschichte kann man bereits dem Intro der Beta entnehmen. Eine mysteriöse Katastrophe hat die drei Fraktionen in einen Krieg verwickelt der schon so lange geht, dass sich niemand mehr an dessen Auslöser erinnern kann. Gespielt wird wohl immer ein Ausschnitt aus der Story mit einer anderen, aus dem Multiplayer bekannten Klasse.

reumeiers letzte Worte

Ich bin wirklich gespannt auf das Spiel. Es macht Spaß, sieht super aus und spielt sich extrem knackig. Und doch habe ich ein riesen Problem mit dem Spiel: Ich bin wirklich, wirklich scheiße. In den Runden die ich absolviert habe, habe ich eigentlich keinen Blumentopf gewonnen und so spaßig das Grundprinzip auch ist, ist der Spielspaß dann wohl schnell dahin. Ein weiteres Problem ist, dass man vermutlich ein paar Leute brauch, damit der Multiplayer zündet. Aber mit einem Kumpel ein 1 gegen 1 Duell abzuliefern wird wohl Spielspaß technisch seinesgleichen suchen. Ich bin also zwiegespalten und muss meinen kleinen Spoiler zu Beginn etwas revidieren. Das Spiel macht Spaß, ist jedoch so dermaßen Skillabhängig, dass Casuals (ja ich bin so einer) wohl einen schweren Einstieg finden werden. Auf der anderen Seite scharre ich schon mit den Füßen um ein paar Bot Matches zu absolvieren und besser zu werden. Irgendwas macht das Spiel also verdammt richtig.

Und mal noch eine Frage an euch: Soll ich wieder mehr über Videospiele schreiben? Die gehen ja momentan zwischen Comics und Serien etwas unter und bei diesem Artikel habe ich wieder gemerkt wie viel Spaß es mir macht über das Thema ein wenig zu schreiben. Im Endeffekt mach ich ja eh worauf ich Lust habe, wollte aber dann doch mal fragen ob überhaupt Interesse besteht, da solche Artikel doch ungleich umfangreicher sind.

Zum Schluss noch eine kleine Übersicht über alle Klassen und die dazugehörige Gruppierung:

1. Ritter:

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2. Wikinger:

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3. Samurai:

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2 Gedanken zu “Kurz angezockt For Honor (Closed Beta)

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