Predator: Leben und Tod

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Ein Routineauftrag führt eine Gruppe Marines auf den Planeten Tartarus. Dort sollen sie die Interessen der Firma Weyland-Yutani schützen und den Vertreter der Firma vor Piraten schützen, die vermutlich auf dem Planeten schürfen wollen, bevor die Weyland-Yutani Arbeiter dort ankommen. Für die Marines, die gerade von einer Mission die schief gelaufen ist zurückgekehrt sind und eigentlich kein Problem. Auf dem Planeten entdeckt die Gruppe jedoch ein außerirdisches Schiff und findet Spuren eines Kampfes. Die Marines werden schnell zum Jagdziel der anwesenden Predator und die Ziele der Mission rücken in weite Ferne. Doch gehört das mysteriöse Alien Schiff überhaupt den Predator, oder versteckt sich darauf etwas noch schlimmeres?

Ich bin nicht der größte Fan des Alien/Predator/Prometheus Universums. Den Comic habe ich mir eher spontan als geplant gekauft (das Cover ist super und der Preis geht vollkommen in Ordnung und ich mag die Warhammer Bücher von Dan Abnett) und sonstige Berührpunkte mit dem Universum hatte ich schon lange nicht mehr. Ich habe nur die ersten beiden Alien Filme gesehen, Prometheus fand ich lahm und einzig die beiden Predator Filme haben mir gefallen. Eigentlich schlechte Voraussetzungen die ich für den Comic mitbringe.

Also bin ich an die Sache herangegangen und gab dem Comic seine verdiente Chance. Zuerst wurde ich etwas abgeschreckt, denn es wirkt alles nach Schema-F. Wir bekommen ein paar Charaktere mit Persönlichkeit, eine kurze Einführung in die Mission und eine Gruppe an entbehrlichem Kanonenfutter. Doch, auch wenn sich der erste Eindruck bestätigte, habe ich den Comic in einem Happen verschlungen und warte nun auf die Fortsetzung (Band Zwei Prometheus: Leben und Tod erscheint am 16.03.2016). Doch warum ist das so?

Durch dieses Schema-F (das klingt wirklich negativer als es eigentlich sein soll) wirkt es schnell so, als würde der Comic einen Film nacherzählen. Das tut er jedoch nicht und diese Art der „filmischen“ Inszenierung macht einfach Spaß (Anführungszeichen, da ein Comic eigentlich ja nicht filmisch Inszeniert sein kann). Es ist wie mit einem Popcorn Streifen: Es kracht und knallt, es ist rau und brutal und dabei wunderbar kurzweilig. Das im Hintergrund eine größere Handlung aufgebaut wird, die noch drei weitere Fortsetzungen nach sich ziehen wird, ist da noch die größte Überraschung. Man erlebt den Kampf mit den Predator mit und es funktioniert, auch wenn es simpel ist.

Die Optik ist hier ein echtes Highlight. Der Planet fühlt sich fremd genug an um als Alienplanet durchzugehen und hat dennoch einen wunderbar irdischen Touch (sollte das mit der Geschichte der Prometheus/Alien/Predator zusammenhängen, seht es mir nach, denn ich bin in dem Universum einfach nicht zuhause). Die Predator sehen wunderbar monströs aus, die Menschen lassen sich gut unterscheiden und die Brutalität wird angemessen und nicht zu überzogen dargestellt. Das größte optische Highlight ist für mich jedoch der Umgang mit der Tarnvorrichtung der Predator. Man betrachtet die Bilder und hat ein ähnliches Unwissenheitsgefühl wie die handelnden Protagonisten. Läuft man in einen Hinterhalt? „Bewegt“ oder versteckt sich da etwas? Eine wundervolle Umsetzung.

reumeiers letzte Worte

Mein Comic-Jahr 2017 (ja ich weiß das der Comic 2016 erschienen ist) startet mit einer Überraschung. Ein Comic, der nach einem solch offensichtlichen Schema-F arbeitet und mich dann doch vollkommen überzeugt ist mir eigentlich selten über den Weg gelaufen. Hier stimmen Optik und Handlung und auch wenn die Figuren etwas flacher sind als sie es müssten, wurde sich dennoch bemüht ihnen ein Charaktermerkmal (der eine raucht, der andere flucht und wieder einer wird von Mücken gestochen) zur Wiedererkennung zu geben. Das gefällt und hat mich so überzeugt, dass ich mir die Fortsetzungen auf jeden Fall zulegen werde. Wer im Entferntesten etwas mit dem Universum anfangen kann, sollte dem Band eine Chance geben. Ihr werdet zwar nicht überrascht, aber sehr gut unterhalten.

Allgemeine Angaben

Verlag: Cross-Cult

Autor: Dan Abnett

Zeichner: Brian Albert Thies

Preis: 15,00 €

Seiten: 96

 

 

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