Weihnachtsspecial – Ein Liebesbrief an alle vergessenen Weihnachtsfilme Gastbeitrag von Marvin

Es ist der Weihnachtsabend und damit haben wir schon das Ende dieses Specials erreicht. Ein ausführliches Dankeschön an alle Beteiligten folgt morgen und eigentlich wollte ich das letzte Wort heute Abend dem guten PinguinPit überlassen (war schließlich seine Idee), doch die Textidee von Marvin (Twitter) fand ich so passend als Schlusswort, dass ich ihm den Endslot gegeben habe. Wer mehr von Marvin hören will sollte sich die Podcasts Echt Jetzt! und Runaways anhören. Aber nun der abschließende Beitrag des Weihnachtsspecials über all die vergessenen Weihnachtsfilme.

Weihnachten ist das Fest der Liebe und die Zeit im Jahr, die nur für die Familie ist. Bevor ich das alles aber wirklich verstanden habe, war Weihnachten für mich als Kind die Zeit der Geschenke und Weihnachtsfilme. Jahr für Jahr wurden uns die Weihnachtsklassiker im heimischen TV rauf- und runtergespielt. Ich möchte euch jetzt nicht von einem speziellen Film erzählen, sondern von all denen, die man nicht mehr kennt.

Ich möchte euch an die Zeit erinnern, an der ihr vielleicht ähnlich wie ich früh morgens schon im Schlafanzug vorm Fernseher saßt und die ersten Filme geschaut habt, bevor die Eltern wach wurden. Ich schlich mich also sehr leise ins Wohnzimmer, hatte mir eine Tafel weiße Schokolade genommen, die ich zum Nikolaus bekommen hatte und versuchte sie, schwach wie ich war, mit einem Messer zu schneiden. Währenddessen liefen im TV Filme über den Weihnachtsmann, verschneite Gebäude oder verpasste Chancen.

Ich denke dabei natürlich, wie die meisten auch, an den Grinch, an die Santa Clause-Filme mit Tim Allen oder Kevin allein zu Haus. Ich denke aber auch an all die Filme, an die ich mich gar nicht mehr so genau erinnern kann. In manchen ging es um den Weihnachtsmann, der es nicht schaffte alle Geschenke auszuliefern. Manchmal hatte Santa auch Kinder, um die es sich plötzlich zu kümmern galt. In anderen Filmen ging es den Rentieren des Weihnachtsmanns schlecht. Wieder andere stellten sich persönlichen Beziehungen. Mürrische, Scrooge-mäßige Menschen, die es auf engstem Raum mit ganz verschiedenen Menschen aushalten mussten und sich dann doch an den wahren Geist der Weihnacht erinnerten. Manchmal ging es um Paare, die voneinander getrennt waren und sich nichts sehnlicher wünschten, als zusammen zu sein. Oder es ging um Paare, die sich erst noch finden sollten.

All diese Weihnachtsfilme sind in meinem Kopf hängen geblieben. Einzelne Szenen, wo beispielsweise einer der Protagonisten eines Films mit einem Schlitten einen Berg runterfährt, um dann im zugeschneiten Gebäude zu landen und die Leute dort zu retten. Erinnert ihr euch auch an die vielen Kinder-Filme, wo es immer diesen rotzfrechen Jungen oder dieses rotzfreche Mädchen und den liebenswürdigen Gegenpart gab? So viele Szenen, so viele Momente, die ich einfach niemals vergessen werde. Trotzdem sind es genau diese Filme, deren Namen und Handlungsträger man immer wieder vergisst. Bis auf die paar ikonischen Charaktere kann man sich noch kaum an jemanden erinnern. Dennoch bleibt jedes Jahr aufs Neue dieses warme Gefühl der Weihnachtsfilme zurück. Weil wenn wir ehrlich sind, ist der Grund dafür, dass wir die meisten dieser Filme vergessen haben ganz einfach: Sie sind schlecht. Die meisten Weihnachtsfilme sind nicht besonders gut, kommen ohne originelle Ideen daher und bieten keine aufregenden Handlungen oder Charaktere. Dennoch haben diese ganzen vergessenen Filme mein Herz erobert.

Denn was für mich das Besondere ist: Sie drücken genau das aus, was ich an Weihnachten liebe. Weihnachten ist das Fest der Liebe und die Zeit im Jahr, die nur für die Familie ist. Das habe ich heute verstanden. Diese Filme mit ihren 0815-Charakteren und -Handlungen vermitteln aber immer die selben Werte wie Nächstenliebe, Höflichkeit oder Freundlichkeit. Es geht auch immer darum, den Wert der Familie zu zeigen und wie schön es ist, seine Liebsten um sich zu haben. Dass es uns nicht im Leben weiter bringt stur zu sein und dass wir offen sein sollen für andere Kulturen und Bräuche.

Denn auch wenn all diese vergessenen Filme schlecht sind, sind sie für uns als Menschen immer noch lehrreich. Vergesst den weihnachtlichen Stress, der euch aufgezwungen wird und besinnt euch auf die wichtigen Dinge im Leben für ein paar Tage. Seid dankbar für die Leute, die euch unterstützen. Zündet den weihnachtlichen Funken bei anderen, so wie diese Filme es schon damals bei mir als Kind geschafft haben und vergesst nicht all die Filme, an die sich sonst niemand erinnert.

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Ein Gedanke zu “Weihnachtsspecial – Ein Liebesbrief an alle vergessenen Weihnachtsfilme Gastbeitrag von Marvin

  1. Pingback: Weihnachtsspecial- Überblick über alle Beiträge und ein dickes fettes Dankeschön – reumeiers dies und das

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