Weihnachtsspecial – Das letzte Einhorn Gastbeitrag von Pascal

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Mal wieder einen der ganz großen Klassiker (und ein riesen Teil meines Pile of Shames) kommt heute von Pascal (Twitter). Pascal ist Teil des wunderbaren und extrem nerdigen Podcasts Welle Nerdpol. Wer da reinhört, sollte Sitzfleisch mitbringen, denn eine Folge des Casts geht schon mal Richtung zehn Stunden (ja Richtig ZEHN!). Ich finde den Podcast und alle Beteiligten einfach großartig und somit freut mich der Gastbeitrag natürlich sehr.

Weihnachten habe ich in meiner Kindheit primär mit einer Sache verbunden: Geschenke. Also die Geschenke für mich. Alles andere war größtenteils nebensächlich. Die ganze weihnachtliche Atmosphäre war ganz nett und an Keksen, Süßigkeiten und Weihnachtsbraten hat wohl auch kein Kind etwas auszusetzen, aber in erster Linie ging es darum, dass zu bekommen, was man sich seit Wochen und Monaten erhofft hat. Sei es das Lego-Set welches an oberster Stelle der Wunschliste seinen Platz gefunden hat, oder das Videospiel auf das man sich schon seit der ersten Fernsehwerbung freut.


Zudem war ich ja auch das einzige Kind in meiner gesamten Familie, was zur Folge hatte, dass sich am Heiligabend die Erwachsenen mit sich selber vergnügt und unterhalten haben, während ich ein paar Meter weiter mit neuem Spielzeug und Videospielen ruhig gehalten wurde. Vermutlich habe ich auch nur deshalb niemals das Schlagzeug bekommen, welches ich mir mindestens zweimal gewünscht habe!
Aber so abgelenkt ich durch die ganzen schönen Sachen auch war, den Wert des „Second Screens“ habe ich auch als Kind schon zu schätzen gewusst. Seit frühester Kindheit stand ein Fernseher in meinem Kinderzimmer, was wohl einige Pädagogen mit Augenrollen quittieren würden. Aber ich möchte mich noch heute bei meiner Mutter dafür bedanken! So konnte ich besonders zur Weihnachtszeit nämlich parallel zum Aufbauen der Lego Welten noch ein wenig Weihnachtsstimmung mitnehmen, liefen ja über die gesamten Feiertage verteilt zahlreiche Filme, die sich dem eigentlichen Gedanken von Weihnachten gewidmet haben. Nächstenliebe und so.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei der Animationsfilm „Das letzte Einhorn“. Ein Film, welcher eigentlich gar nichts mit Weihnachten zu tun hat, aber für mich und viele andere Menschen trotzdem ein Weihnachtsfilm ist. Vermutlich weil er halt immer zu Weihnachten im Fernsehen lief. Was die Medien so alles mit einem anstellen können.
Ich weiß noch ganz genau, wie ich den Film gesehen habe und dabei parallel meine Lego Eisenbahn aufgebaut habe. Diese wurde später noch mit meinen coolen Gummi-Dinos zu einem noch cooleren Jurassic Park aufgewertet. Aber zurück zum Film.
Wer die Geschichte nicht kennt, es geht um das letzte Einhorn(Spoiler!?) welches selber aber nicht glauben möchte, dass es wirklich das letzte seiner Art ist. Von einem etwas verstrahlten Schmetterling erfährt es, dass vor einiger Zeit ein magischer roter Stier alle anderen Einhörner verjagt hat. Damit beginnt für das letzte Einhorn ein Road-Trip durch eine wunderschön gezeichnete Fantasy Welt, auf dem sie unter anderem den Möchtegern-Zauberer Schmendrick kennenlernt. Dieser hilft ihr fortan das Geheimnis, um den letztendlichen Verbleib der anderen Einhörner zu lüften. Ohne den kompletten Film spoilern zu wollen, es taucht noch ein sehr gruseliger und böser König Haggard auf, welcher als offensichtlicher Antagonist definitiv etwas mit dem Verschwinden der Fabelwesen zu tun hat.
Auch wenn in der Welt des Films vermutlich nicht einmal Weihnachten existiert, passt er doch wunderbar zum Zeitgeist der Feiertage. Die Roman-Vorlage (Peter S. Beagle, 1968) ist gar nicht so alt und doch erscheint es einem wie ein klassisches Märchen über Freundschaft, Vorurteile und Nächstenliebe. Quasi ein Weihnachts-Märchen nur ohne Weihnachten. In Vorbereitung für diesen Beitrag habe ich mir den Film noch einmal angeschaut und meiner Meinung nach lässt er sich immer noch wunderbar gucken. Er ist wesentlich besser gealtert, als so mancher Disney Film der 80er Jahre und versprüht, auch dank des wunderbaren Soundtracks, noch eine ganze Menge Charme. Alleine die Band America mit dem Titellied „The last Unicorn“.. Gänsehaut!

Animiert wurde der Film im Übrigen vom japanischen Studio „Topcraft“, aus dem im Laufe der Jahre, dass „Studio Ghibli“ hervorgegangen ist.
Falls ihr also dieses Weihnachten nicht wisst was ihr mit euren Liebsten gucken sollt, oder womit ihr eure Kinder unterhalten möchtet, erinnert euch an diesen wunderschönen Animationsfilm! In diesem Sinn wünsche ich allen Lesern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

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Ein Gedanke zu “Weihnachtsspecial – Das letzte Einhorn Gastbeitrag von Pascal

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