Weihnachtsspecial – Schöne Bescherung Gastbeitrag von krieglich

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Der heutige Gastbeitrag kommt von Kumpel krieglich (Twitter). Er hat sich für den Film Schöne Bescherung entschieden und steht in diesem Special damit schon einmal nicht allein da. Wenn krieglich nicht damit beschäftigt ist Kram auf Twitter zu verlosen und dabei Werbung für andere Projekte zu machen (er ist vermutlich einer der nettesten Menschen der Welt) streamt er hin und wieder auf seinem Twitch Kanal. Dort sollte man definitiv mal vorbeischauen.

Schöne Bescherung (1989)

Früher war mehr Besinnlichkeit, hier kommen die Griswolds.

Mein liebster Weihnachtsfilm ist die typische Familien(weihnachts)chaoskomödie, in der nur zwischendurch stille Momente, wie man sie sich jedes Jahr wieder vorstellt, aber selten bekommt, auftauchen.

Während Vater Clark (Chevy Chase) die ganze Zeit angespannt und nervös auf die alljährliche Weihnachtsgratifikation seines Arbeitgebers wartet und wenig Geschick bei den Vorbereitungen für das Familienfest beweist, trägt der Rest der Familie ebenfalls zum schlechten Gelingen der Feierlichkeit bei. Der Weihnachtsbaum wird im Wald geklaut, ausgegraben natürlich, wer hat schon brauchbares Werkzeug dabei, 25.000 Lichterkettenlampen lassen die Nachbarn fast erblinden, die Katze knabbert mit zu erwartendem Ergebnis am Stromkabel, Onkel Lewis (William Hickey) fackelt den Baum ab, Cousin Eddie (Randy Quaid) entleert die Wohnwagentoilette in die Sickergrube der Gastgeber („Das Scheißhaus war voll, randvoll!“), um einige Highlights zu nennen. Die Gratifikation stellt sich als billiger Gutschein heraus, Eddie nimmt die Sache in die Hand, am Ende löst sich alles – wie man es an Weihnachten erwartet – in Wohlgefallen auf.

Durchweg von Stereotypen geprägt – der Vater Chaot, der Sohn (Johnny Galecki) seine Unterstützung im Chaos, die Tochter (Juliette Lewis) lieb aber ein bisschen genervt, die Mutter (Beverly D’Angelo) halbwegs organisiert, Tante und Onkel ziemlich senil, die Nachbarn neureiche Schnösel, die Katze bekloppt, der Hund eklig, Eddie etwas schlicht, aber das Herz am rechten Fleck, seine Frau (Miriam Flynn) eher ungeschickt (sie sorgt für eine absolute Klassikerszene im Film, die ich nicht spoilern will), ihre Kinder niedlich und mitleiderregend – liefert John Hughes (der uns absolute 80er-Klassiker wie Sixteen Candles, Breakfast Club und Ferris macht blau beschert hat) trotzdem einen sehr unterhaltsamen Familienfilm ab, der meiner Meinung nach zu jedem Weihnachtsfest im Kreise seiner Liebsten (oder auch allein) dazugehört. Der Film bietet natürlich nur den typischen Klamauk, eine tränenreiche, besinnliche Geschichte darf man hier nicht erwarten.

Alberne Gags am laufenden Band, Freunde des etwas schlichteren Humors kommen hier voll auf ihre Kosten. Und wenn der Rest der Familie den Film noch nicht kennt, dann bringt den auf jeden Fall zur nächsten Weihnachtsfeier mit, hier wird Spaß ganz groß geschrieben.

Ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten und beende meinen kleinen Ausflug zu den Griswolds mit diesem wunderschönen Zitat von Clark:

„Ich sehe die Erhabenheit eines klaren Wintermorgens und einen Penner im Bademantel, der seine chemische Toilette in meiner Klärgrube entsorgt.“

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Ein Gedanke zu “Weihnachtsspecial – Schöne Bescherung Gastbeitrag von krieglich

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