Ant-Man Band 1 Schurken im Sonderangebot

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Acht Monate sind seit Secret Wars vergangen (wie in jeder aktuellen Nr. 1) und Scott Lang, der neue Ant-Man, sitzt im Gefängnis. Doch wie ist er da wieder gelandet? Seine Sicherheitsfirma hat zwar noch mit Rückschlägen zu kämpfen, doch langsam wurde sie lukrativ. Klar sein Leben als Superheld, macht sein Leben als Selbstständiger Chef einer Firma nicht unbedingt leicht, doch Scott war wirklich bemüht. Seine Angestellten sind zwar ehemalige Superschurken, doch er vertraut ihnen, auch wenn das vermutlich ein Fehler ist, denn sie begehen hinter seinen Rücken weiterhin krumme Dinger. Als eine neue App auf den Markt kommt, mit der man Superschurken für jeden Anlass anheuern und sie auf Helden hetzen kann, wird sein Job und sein Leben auch nicht leichter. Und Scott hat es sowieso nicht leicht, denn um seine Tochter zu schützen, lies er sie im Stich, damit sie nicht zum Ziel von Superschurken wird, was aber eventuell dazu führt, dass sie eine riesige Dummheit anstellt. Um wieder zum Anfang zu kommen: Wie kam Scott denn dann eigentlich in den Knast?

Der Name „Schurken im Sonderangebot“ klingt vielleicht dumm, doch er passt wie die Faust aufs Auge zur abgedrehten und vollgestopften Story. Durch die App, werden immer neue Schurken auf Ant-Man gehetzt, beziehungsweise tauchen immer mehr Schurken auf, die bekämpft werden müssen. Dazu kommen noch Gastauftritte von Captain America und Miss Thing und der Spaß ist vollkommen. Klar die Geschichte um die App ist weder sonderlich spannend oder spektakulär, aber mit viel Witz und Herz geschrieben. Scott ist ein sympatischer Looser (war er nicht immer), dem man eigentlich nur alles gute wünscht, seine Taten ihn jedoch immer tiefer in die Scheiße reiten. Er ist zu vertrauensselig, kann keine feste Beziehung mehr eingehen und die Tatsache, dass er seine Tochter im Stich lassen musste, um sie beschützen zu können, hat ihn innerlich noch mehr kaputt gemacht.

Der Kontrast aus dem innerlich beschädigt und verletzten Charakter, zu der verrückten und bunten Geschichte, funktioniert erstaunlich gut und trotz der leicht überfüllten Handlung und der vielen Protagonisten und Charaktere ist die Geschichte und der Comic wunderbar kurzweilig. Da der Band auch viel aus der Vergangenheit von Scott erzählt und erklärt, kann man ihn auch wunderbar als Neueinsteiger lesen, auch wenn ich empfehlen würde den, zwei Bänder umfassenden, Marvel Now! Run vorher zu lesen, denn der war auch ziemlich gut.

Die Darstellung passt zu der Geschichte. Die Bilder sind bunt und abwechslungsreich, man verliert aber nie den Überblick. Die Charaktere sind schön dargestellt und eigentlich hat man hier nichts zu meckern. Der Paperback ist Panini übrigens wieder gut gelungen und die Verarbeitung ist spitze. Das kleine Detail mit den Ameisen am unteren Teil des Buchrückens (ob man das bei Comics so sagen kann?) ein sympatischer kleiner Einfall.

reumeiers letzte Worte

Der erste Band der neuen Ant-Man Reihe ist kurzweilig, sympatisch und besitzt die nötige Charaktertiefe um das verrückte Geschehen irgendwie zu erden. Eigentlich hat der Comic also alles, was ein Ant-Man Comic braucht und ist damit voll empfehlenswert. Aber man sollte sich darauf einstellen, dass hier eine größere Geschichte aufgebaut wird und der Band keine wirkliche Auflösung des Geschehens bietet und noch dazu mit einem ziemlichen Cliffhanger endet. Ob die Geschichte auch für mehrere Bände geeignet ist, kann ich aber noch nicht sagen. Der Einstieg hat mir aber gut gefallen und der nächste Band, der „demnächst“ erscheint, wird auch gekauft.

Allgemeine Angaben

Verlag:      Panini Comics

Autor:       Nick Spencer, Scott McKeever

Zeichner: Ramon Rosanas, Darwyn Cooke

Preis:          16,99 €

Seiten:        148

Us-Hefte: Astonishing Ant-Man 1-6, Marvel Double Shot 3 (II)

 

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