Luke Cage Staffel 1 Folge 1 Moment of Truth

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Nach den Ereignissen aus Jessica Jones hat sich Luke Cage komplett zurück gezogen. Seine Bar wurde niedergebrannt und er will sich aus allem einfach nur raushalten. Er arbeitet tagsüber als Putzkraft im Barbershop von Pop, der möchte das Luke mehr aus sich macht und sein Potential voll nutzt. Nachts arbeitet Luke als Küchenhilfe im Nachtclub von Cornell Stokes, der als Cottonmouth (nennt ihn niemals Cottonmouth!)  Waffen an Gangs verkauft. Ein Waffendeal geht schief und ein Mitarbeiter von Pop’s Barbershop ist darin verwickelt. Und als Luke jemanden aus seiner Vergangenheit, den er im Gefängnis „kennengelernt“ hat erkennt und Harlem langsam in einem Sumpf des Verbrechens versinkt, muss sich Luke entscheiden. Wer ist er und was will er mit seinen Kräften machen, auch wenn er nie um sie gebeten hat?

Luke Cage scheint noch einmal in eine komplett andere Richtung als Daredevil und Jessica Jones zu gehen. Die Bildsprache, der Ton und die komplette Atmosphäre ist eine komplett andere und der Storyaufbau in der ersten Folge extrem langsam. Jede Figur wird eingeführt und wir werden wirklich langsam an den Plot herangeführt. Cage wird als gebrochener Mann dargestellt, der nur wiederwillig in die Szenerie reingezogen wird und bis zum Schluss hadert und vielleicht doch einfach wegschaut und weggeht. Wo Daredevil ab der ersten Folge bewusst entschieden hat ein Held zu sein, werden wir in der ersten Staffel Luke bei seinem Weg ein Held zu werden folgen.

Wer Jessica Jones nicht gesehen hat kann, auch wenn Cage dort eingeführt wurde, bedenkenlos einsteigen. Cage wird sehr gut vorgestellt und für alle, die noch nichts mit ihm anfangen können wird seine Origin Story in einem Satz erklärt. Das mag sehr konstruiert wirken, ist aber vor allem effektiv. Was da eher stört ist der eher schwache Versuch uns daran zu erinnern, dass die Netflix Serien auch wirklich im MCU angesiedelt sind. Ein Straßenverkäufer verkauft nämlich DVD vom „Vorfall“ (Avengers) und das wirkt wirklich eher störend, als noch damals die Anspielungen in Daredevil. Die Staffel spielt auf jeden Fall nach der ersten Staffel Daredevil und nach Jessica Jons, jedoch vor Avengers 2 und Civil War (zumindest gab es darauf keine Anspielungen) und die Netflix Serien verlaufen somit zeitlich etwas langsamer als die Filme.

Die große Stärke der Einstiegsepisode ist der Soundtrack und die Bildsprache. Die beste Szene ist hier ganz klar die Szene mit der Ansprache von Cottonmouth mit der Krone im Hintergrund. Klar das mag für manche störend wirken, ich fand es nur unglaublich stark und Cottonmouth hat schon von Beginn an mehr Charakter als die meisten MCU Bösewichte. Die Netflix Serien scheinen weiterhin ihrem Ruf alle Ehre zu machen und installieren einen guten Antagonisten. Die Gewalt erscheint mir noch einmal eine Spur höher als in den letzten Netflix Serien und man sieht Knochen brechen und Blut spritzen. Das ist jedoch nicht plakativ, sondern passt sehr gut zum Ton und der erzählten Geschichte.

reumeiers letzte Worte

Der Einstieg in Luke Cage ist gelungen und ich bin hooked. Klar das Storytelling in der ersten Episode ist sehr langsam, doch die Schauspieler, der Soundtrack und die Bildsprache sind so faszinierend, dass ich sofort weiterschauen muss. Ein wenig Abzug gibt es für die schwache Einbindung ins MCU, denn das wirkt einfach nur wie: „Ok wir müssen es tun, hier ist es und wir sind durch damit“. Das wäre durchaus eleganter möglich gewesen.

 

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11 Gedanken zu “Luke Cage Staffel 1 Folge 1 Moment of Truth

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