The Purge: Anarchy Film Kritik

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Einmal im Jahr sind für zwölf Stunden fast alle Verbrechen erlaubt und die Menschen ziehen sich zurück in ihre Häuser. Die Straßen werden in dieser Nacht von mordenden Irren bevölkert, die einmal im Jahr ihren ganzen Frust rauslassen wollen. Während dieser Nacht der „Säuberung“ bleibt das Auto eines Paares wegen einer Motorpanne liegen, ein Mann geht hinaus in die Nacht und sinnt nach Rache und eine alleinerziehende Mutter und ihre Tochter werden gezwungen ihre Wohnung zu verlassen. Diese Gruppe findet zusammen und muss nun die Nacht überleben, in der alle Verbrechen erlaubt sind und man Mitgefühl nicht erwarten kann.

Ich finde die Idee, die hinter den Purge Filmen steht eigentlich unglaublich spannend. Die Verbrechensrate ist niedrig wie noch nie und dem amerikanischen Volk geht es angeblich gut. Und einmal im Jahr lässt man die Irren auf die Straße, damit sie ihre Aggressionen rauslassen, um den Rest des Jahres sicher zu sein. Das ist einfach eine spannende Geschichte und ich möchte eigentlich mehr über die Welt erfahren, doch die Filme reißen dies immer nur an und nutzen es nur als Stein des Anstoßes um die Geschichte ins Rollen zu bringen, was schade ist. So geht immer viel Potential verloren und man denkt nur darüber nach was hätte sein können. Ich hoffe ja immer noch auf einen Film „Between the Purge“ oder „After the Purge“ um mehr von den Auswirkungen sehen zu können, die die Nacht hat. Aber eines ist klar, die Idee ist super und beim Nachdenken darüber kann man schon mal einen Klos in den Hals bekommen.

Der erste Teil war damals noch ein Home-Invasion-Horrorfilm und leider einfach nicht gut. Die Geschichte und die Idee war auch super, doch dumme Akteure und ein langweiliges Kammerspiel brachen dem Film das Genick. Somit hat es auch etwas gedauert bis ich mir den zweiten Film der Reihe angesehen habe und ich mache es eigentlich auch nur, da der dritte gerade im Kino läuft und ich ihn mir eventuell ansehen möchte. Der zweite Teil geht weg vom Horror und bietet solide inszenierte Action, mit leichten Horrorelementen. Er ist nicht unbedingt sehr spannend, doch der Film ist schon auf einem besseren Niveau als noch der erste. Die Tendenz der Reihe ist also steigend, was mir Hoffnung für den dritten Teil macht.

Optisch ist der Film recht schick, was besonders am irren Design der „Purger“ liegt. Inszenatorisch ist er manchmal etwas holprig und wirkt merkwürdig geschnitten, was einen auch mal kurz aus dem Geschehen reißen kann. Hier wird solide Arbeit geleistet.

reumeiers letzte Worte

Wo der erste Teil mich noch hemmungslos enttäuscht und mir fast die komplette Serie versaut hat, habe mich nun dann doch an den zweiten Teil gewagt. Ich bin auch ganz froh es gemacht zu haben, denn der Film ist bedeutend besser als der erste Teil. Leider ist noch immer so unendlich viel Potential der Idee hinter den Filmen einfach ungenutzt. Ich hoffe das sich dies in Zukunft noch ändert, denn da ist definitiv noch mehr drin.

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2 Gedanken zu “The Purge: Anarchy Film Kritik

  1. Ich finde es echt schade, wie viel hier vergeben wird. Auf den ersten Film habe ich mich wie blöd gefreut, nur um dann brutal enttäuscht zurückgelassen zu werden. Der zweite Film ist tatsächlich etwas besser und fast schon hätte ich mich auf den dritten Teil gefreut. Aber dann las ich die Besprechung einer Rezensentin, die meinen Geschmack recht stark teilt. Teil drei ist somit von meiner To watch-Liste gestrichen….
    Bin aber gespannt, was du noch dazu sagen wirst.

    Gefällt 1 Person

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