A Day to Remember – Bad Vibrations- Album Review

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A day to remember sind ein schwieriges Thema bei mir. Einerseits mag ich Lieder der Band oft sehr gerne, doch aus irgendeinem Grund lässt die Mixtur aus Pop-Punk und Metalcore die Musik recht schnell eintönig werden. Das macht eigentlich kein Sinn aber es kommt mir dennoch immer wieder so vor. Grandiose Lieder kommen aber immer vor und deshalb bleibe ich auch Fan der Band, auch wenn ich mir nicht immer viel am Stück von ihnen anhören kann. Ach und einmal live gesehen hat mir auch gelangt, denn mir kam die Band unerträglich arrogant vor. Das mag an der Tagesleistung liegen, denn ich habe auch schon sehr, sehr viel gutes über sie gehört, aber dennoch hatte ich mir seitdem nicht mehr angesehen. Auf dem nächsten Festival geb ich ihnen aber wieder ne Chance.

Aber es soll ja jetzt hier nicht nur um die Band gehen sondern um ihr neu releastes Album. Und ob mir Bad Vibrations zusagt, oder ob ich die gleichen Probleme wie sonst damit habe lest ihr hier.

Mit „Bad Vibrations“ und „Paranoia“ beginnt das Album unglaublich stark. Das Problem ist nur, dass beide Songs bereits im Vorfeld veröffentlicht wurden. Das mag jetzt eine persönliche Präferenz von mir sein, doch ich mag es mehr wenn Alben mit unbekannten Songs anfangen. Aber hey das ändert nichts an der Qualität. Vor allem „Paranoia“ ist ein verdammt gutes Lied und mit „Bad Vibrations“ wird gut Härte und Tempo vorgelegt. Also bis dahin alles perfekt.

Der erste neue Song „Naivety“ bringt etwas Varianz zur Band. Die Stimme von Jeremy McKinnon hat sich noch nie so stark angehört, man hört ihn eigentlich immer direkt aus jedem Song heraus, nur hier habe ich ihn zum ersten Mal nicht erkannt. Das gefällt mir richtig gut und das der Song so ins Ohr geht und ein toller gute Laune Pop-Punk Song ist, kommt noch hinzu.

„Exposed“ legt da ein ganz anderes Tempo vor und beginnt mit einem unglaublich harten Brecher. Der Song besticht durch eine extreme Härte, im Refrain wird leider etwas zu viel Tempo herausgenommen und dieser wirkt dann leider etwas unpassend. Beim Breakdown hat der Song mich aber sofort wieder. Schade das die Härte nicht durchgezogen wurde, denn gegen Ende dreht der Song noch weiter auf und lässt den Refrain nur umso deplatzierter wirken.

Und nach dem Brescher kommt mit „Bullfight“ noch einmal ein gute Laune Song, der aber auch mit harten Passagen überzeugen kann. Musikalisch haben sich A day to remember definitiv weiterentwickelt und liefern bis hierhin schon mehr Abwechslung als bisher in ihrer kompletten Karriere. Bis hierhin überzeugt mich das Album vollkommen. Und bei all der guten Laune überrascht der Song gegen Ende sogar noch mit einem wunderbaren Breakdown. Abgesehen von „Paranoia“ der bisher beste Song. Großartig.

„Reassemble“ zieht nicht nur die Härteschraube wieder an, sondern bietet auch ein wundervoll atmosphärisches Intro und dazu nen tollen Refrain. Zwar beschränkt sich die Abwechslung des Albums bisher auf einen Wechsel von harten und nicht so harten Song aber so simpel es klingt so effektiv ist es. Der angezogene Härtegrad finde ich gerade im Vergleich zum laschen Vorgängeralbum extrem begrüßenswert.

Mit „justified“ drückt die Band erst einmal auf die Bremse und haut den bisher gefühlvollsten Song heraus. Die Scream Parts hätte der Song nicht unbedingt gebraucht über den Breakdown freute ich mich natürlich aber dennoch (auch wenn er nicht wirklich passte). Zwar der schwächste Song bisher aber immer noch sehr gut.

„We got this“ fängt langsam an, wird aber dann recht schnell zur launigen Punk Sause. Schöner Song, der aber leider etwas zu sehr vor sich hinplätschert. Und genau hier fange ich mich leider an zu langweilen. Und das wird mit dem nächsten Song „Same about you“ leider auch nicht anders.

Mit dem wunderbaren „Turn of the Radio“ gewinnt mich das Album aber zurück. Grandioser Song in dem McKinnon erneut beweist, dass mehr in ihm steckt. Der Song geht direkt ins Ohr und lässt den schwächeren Part des Albums glatt vergessen.

„Forgive and Forget“ macht dann seinem Namen alle Ehre und liefert einen Song zum Vergessen. Die langweiligste und generischste Ballade die man sich vorstellen kann. Leider überhaupt nicht mein Ding. Und auch „Negative Space“ wird nicht besser. So gut das Album gestartet ist, so schwach wird es gegen Ende.

Und der letzte Song „In Florida“  setzt diesen Trend leider fort und schafft es nicht das Album würdig abzuschließen. Plätschert vor sich hin und hört unspektakulär auf. Schade.

reumeiers letzte Worte

Fängt stark an und lässt noch stärker nach. Abwechslungsreich bis etwa in der Mitte des Albums hatte ich viel Hoffnung, doch die verpuffte leider. So begeistert ich zu Beginn von dem Album war, so enttäuscht bin ich zum Schluss. „Bad Vibrations“ bietet aber dennoch mit die besten Songs der Band. Wenn die Entwicklung in der Richtung weitergeht, gefällt mir das nächste Album ja vielleicht komplett. Das Cover ist jedoch über jeden Zweifel erhaben und sieht einfach nur unglaublich geil aus!

 

 

 

 

 

 

 

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