Crossed #2 Familienbande

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Willkommen zurück in der Welt von Crossed. In der ersten Ausgabe haben wir die ursprüngliche Geschichte von Garth Ennis erlebt. Die Welt geht über Nacht unter und Schuld daran sind keine Zombies sondern Menschen. Im Gesicht mit einem Kreuz „markiert“ werden diese Menschen zu Sadisten, Folter- und Tötungsmaschinen. Die Menschheit steht innerhalb von kürzester Zeit am Abgrund und muss einen Teil ihrer Menschlichkeit ablegen um in dieser neuen Welt überleben zu können.

Im zweiten Band geht es um eine Großfamilie, die von einer Ranch in North Carolina stammt. Nachdem sie in der ersten Nacht überrannt werden, gründen die Überlebenden eine neue Gemeinde mit dem Ziel neue Kinder in die Welt zu setzen um die Welt neu zu bevölkern. Doch können sie dieses Ziel auch sicher durchführen? Und können sie von einem Mann angeführt werden, der bereits vor der Katastrophe eine seiner Töchter vergewaltigt hat?

Direkt zu Beginn kann ich sagen, dass der zweite Band im Vergleich zum ersten gewaltig abfällt. Man merkt, dass der Hauptautor nicht mehr beteiligt ist und hier eine Kurzgeschichte von einem anderen Autor verfasst wird.

Die Charaktere sind blasser als in der Hauptstory und die Geschichte selbst wirkt eigentlich nur wie ein Abklatsch der ersten. Die Gewaltausbrüche sind immer noch drastisch und man braucht weiterhin einen starken Magen um die Gewalt und die Folter zu ertragen.

Die Geschichte ist zwar blasser, was aber der Autor gut hinbekommen hat, ist, dass auch weiterhin die Gefahr greifbar ist. Durch die drastische Gewaltdarstellung fühlt man sich auch als Leser in keiner Sekunde sicher. Schon auf der nächsten Seite kann es zu einem Ausbruch der Gewalt kommen und ein Charakter, den man eigentlich gerade noch gemocht hat, mit in den Tod reißen.

Die Darstellung des Comics ist aber gelungen. Wie schon im ersten Band sind die Bilder und die Emotionen der Charaktere gut ausgearbeitet und die Bilder „schön“. Die Atmosphäre ist düster, was aber vor allem an der eruptiven Gewalt liegt und weniger an den Bildern. Eine düstere Atmosphäre hätte dem Ganzen gut getan.

reumeiers letzte Worte

Wo ich beim ersten Band noch extrem begeistert war, bin ich hier etwas enttäuscht. Die Geschichte und die Charaktere stehen der Hauptstory in nichts nach und Ennis bleibt unerreicht. Klar, schlecht wird es nie, wenn man aber im ersten Band ein Brett von einem Comic vorgelegt bekommt und der zweite eher Mittelmaß ist, ist das einfach schade. Ich hoffe die Serie entwickelt sich nochmal zum Besseren, vor allem da Ennis bald wieder mit von der Partie ist.

Allgemeine Angaben

Verlag:        Panini Comics

Autor:         David Lapham

Zeichner:  Javier Barreno

Preis:         19,99 €

Seiten:       180

Us-Hefte: Crossed Family Values 1-7

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