Crossed #1

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Was würdet ihr machen wenn die Welt um euch herum untergeht? Keine Zombies laufen hier Amok, sondern echte Menschen die durch ein Kreuz im Gesicht gekennzeichnet sind. Sie sind die Crossed und komplette Psychopathen. Ihr Leben besteht darin andere zu verstümmeln, vergewaltigen und quälen. Wie soll man in so einer Welt überleben? Wie seine Menschlichkeit behalten? Wie sein Kind erziehen und am Leben halten?

 Mit Crossed habe ich einen harten und kompromisslosen Endzeit-Comic vor mir liegen und das ist auch genau ein Thema das mir liegt. Ich mag diese Geschichten, wenn sie gut gemacht sind und psychologisch nachvollziehbare Charaktere enthalten. Crossed hat aber den Ruf weg nur aus seinen Gewaltausbrüchen zu bestehen und sonst keine Qualität zu liefern. Dem kann ich nach dem ersten Band überhaupt nicht zustimmen und ich war von der ersten Sekunde an gefesselt von der Geschichte und angewidert von den eruptiven Gewaltausbrüchen. Schonungsloser wurde sowas auf jeden Fall noch nicht erzählt.

Wir folgen einer Gruppe von Menschen deren einziges Ziel es ist weiter zu machen und dabei zu überleben. Wir erleben wie diese Gruppe, die eine Person mehr die andere weniger, immer weiter an Menschlichkeit verliert und sie zu immer unaussprechlicheren Taten gezwungen sind.

Und genau im Verfolgen der Charaktere liegt der Reiz. Die Geschichte spielt in der Gegenwart aber es wird immer mal wieder die Zeit, kurz nach dem Ausbruch der Gewalt, gezeigt und somit sehen wir recht gut wie sich die Charaktere weiterentwickelt haben.

Die Charaktere sind gut geschrieben und handeln meist nachvollziehbar. Besonders wenn sie eine gewisse Tat in ihren Gedanken immer wieder durchgehen und sich fragen ob sie das richtige getan haben, wird klar wie gut hier geschrieben wurde.

Die Zeichnungen sind gut gelungen und die Charaktere sind gut dargestellt und auch die Gewalt wird uns schonungslos vor Augen geführt. Man darf definitiv nicht zart besaitet sein wenn man diesen Comic lesen möchte.

Fazit

Ich fand den Comic grandios, tue mich aber schwer damit ihn jedem zu empfehlen. Zu extrem ist die dargestellte  Gewalt und zu trostlos das Szenario. Hier ist die Welt untergegangen und ein Happy End sollte man nicht erwarten. Wer aber wie ich Endzeit-Geschichten mag und mit der Gewaltdarstellung umgehen kann, sollte sich den Comic aber auf jeden Fall mal ansehen. Gehört zu dem Besten was ich medienübergreifend in diesem Genre gelesen oder gesehen habe.

Allgemeine Angaben

Verlag:       Panini Comics

Autor:       Garth Ennis

Zeichner: Jacen Burrows

Seiten:      260

Preis:         19,99€

Us-Hefte: Crossed 0-9

 

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5 Gedanken zu “Crossed #1

  1. Garth Ennis‘ Comics sind nunmal nicht jedermanns Sache. Kompromisslose Gewalt wird als Stilmittel verwendet. Im Gegensatz zu einem Frank Miller nutzt Ennis die Gewalt aber nie grundlos, sondern natürlich überspitzt zum Voranbringen seiner meist genialen Handlungsstränge. Auch bei THE BOYS gab es beim Herogasm Szenen, die einfach nur ekelhaft waren, dennoch haben diese die Geschichte voran getrieben. Fazit: Ennis hat immer einen Masterplan, man muss sich auf seine Geschichten aber bis zum Ende einlassen.

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