Game of Thrones Staffel 6 Folge 9 Die Schlacht der Bastarde

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Da ist sie endlich. Die neunte Folge verspricht im Voraus einiges und ich bin schon gespannt was die Folge auch halten kann. Aber wie üblich gibt es jetzt erst einmal wieder eine fette

 

 

 

Spoilerwarnung!

Die Angst um die Charaktere und darum das die Folge nicht das bieten kann, was ich mir erhofft habe beschäftigte mich zwar noch, aber das Internet war seit der Ausstrahlung voller Lob und deshalb war die Vorfreude groß. Und dann beginnt die Folge und meine Ängste waren sofort wie weggeblasen.

Die Folge beginnt, als Daenerys auf ihre belagerte und angegriffene Stadt herabblickt. In ihrem Zorn schwört sie alle Meister zu kreuzigen, ihre Soldaten zu töten und ihre Städte zu verbrennen. Tyrion erinnert sie jedoch daran, dass ihr Verrücktheit im Blut liegt und auch der irre König damals ähnliches mit dem Volk von Westeros vorhatte. Das bringt sie zur Vernunft und sie tritt den Meistern gegenüber. Diese sehen das als ihre Kapitulation aber Daenerys legt ihnen nahe, dass sie es sind die aufgeben sollten. Sie bricht mit Drogon auf um die Schiffe der Angreifer zu verbrennen und die anderen beiden Drachen befreien sich aus ihrem Verlies und fliegen ihr nach. Währenddessen greifen die Dothraki die Fußsoldaten der Meister an und beschützen somit die Bürger der Stadt. Daenerys wird aber nur einen Teil der Schiffe zerstören, denn sie braucht die Schiffe um nach Westeros zu ziehen. Tyrion richtet den Meistern aus, das die Königin einen Kopf für den Verrat und den gebrochenen Eid verlangt und zwei, der drei Meister, opfern bereitwillig den dritten. Grauer Wurm tötet jedoch die anderen beiden. Was war das für eine grandiose Szene zum Auftakt. Die Zweifel an der Folge sind weg und was bleibt ist Begeisterung. Die Technik stimmt und der Soundtrack ist extrem stark. Ich bin jetzt schon gespannt wie die Folge das toppen wird.

Vor Winterfell begegnen sich die Anführer der beiden Armeen und Jon möchte eine Schlacht verhindern, indem er sich dem Bastard der Boltons im Zweikampf stellt. Dieser lehnt das jedoch ab und erpresst Sansa und Jon mit dem Leben ihres Bruders Rickon. Sansa zeigt sich jedoch nicht beeindruckt und kündigt Bolton an, dass dieser morgen sterben wird.

Im Lager geht Jon mit seinen Verbündeten noch einmal den Schlachtplan durch, was sich als schwierig erweist, da die Wildlinge kein taktisches Verständnis besitzen. Nachdem sie den besten Plan ausgetüftelt haben, trennen sie sich und Sansa gibt zu bedenken, dass keiner der Anwesenden Bolton so kennt wie sie und sie nicht glaubt das er ihnen in die Falle geht. Man merkt in dieser Szene, dass Jon und Sansa sich eigentlich nie verstanden haben und momentan nur eine Zweckgemeinschaft bilden, die auch leicht wieder zerbrechen kann. Doch das Blut erweist sich als dicker und sie gehen dennoch zusammen den Plan durch, auch wenn sie sich erst einmal anschreien. Sansa gibt jedoch zu verstehen, dass sie sich das Leben nehmen wird, sollte Jon die Schlacht verlieren. Zwischen Davos und Tormund entwickelt sich vor der Schlacht eine Kameradschaft und die beiden erzählen sich von ihren Plänen vor einer Schlacht.                                                    Jon wendet sich noch vor der Schlacht an die rote Frau und will ihr befehlen, ihn nicht wieder zu beleben, sollte er in der Schlacht fallen. Sie verneint dies jedoch, da sie immer noch glaubt das der rote Gott Pläne für Jon hat.                                                                                     Vor dem Lager findet Davos den Ort, an dem Stannis die eigene Tochter verbrannt hat. Eine trostlose kleine Szene, die stark gespielt und mit toller Musik unterlegt ist.

Bei Daenerys sind zwei alte Bekannte, denn Theon und Asha Graufreud bieten ihr die fehlenden Schiffe an, die sie benötigt. Sie hört sie an und Tyrion verspottet Theon, der auch ihn in der Vergangenheit verspottete. Asha fordert den Salzthron im Gegenzug zu ihrer Unterstützung und schafft es Daenerys mit ihrem Mut zu überzeugen. Sie besiegeln einen Pakt, der es den Eiseninseln jedoch verbietet weiterhin zu plündern und zu rauben.

Vor Winterfell sollte Sansa Recht behalten, denn Ramsay geht ihnen nicht so einfach in die Falle. Er will Jon dazu bringen mit allem was er hat anzugreifen. Dazu bietet er Rickon an zu seinem Bruder zu laufen und ihm die Freiheit zu schenken, sollte er ihn erreichen. Als Jon dies sieht reitet er los und gerade als er seinen Bruder erreicht hat, trifft Rickon ein Pfeil von Bolton und stirbt. Daraufhin ist Jon blind vor Wut und seine Armee greift an.

Die Schlacht bricht los und die Bogenschützen von Jon werden zurückgehalten, da Davos seine eigenen Männer nicht opfert. Ramsay macht jedoch seinem Ruf alle Ehre und befehlt seinen Schützen weiterhin zu feuern. Das Schlachtfeld gleicht nach kurzer Zeit einem Leichenberg und die Pfeile der Boltons töten alles was sich auf dem Schlachtfeld tummelt. Davos zieht daraufhin die Bogenschützen ab und stürmt mit ihnen an die Front. Ramsay hat jedoch noch ein Ass im Ärmel und befiehlt seiner verbliebenen Streitmacht den Angriff. Diese Kesseln Jon und seine Armee ein und sie haben keine Rückzugsmöglichkeit mehr. Jon wird von Leichen begraben und von panischen Menschen fast zertrampelt. Gerade als es nach der totalen Niederlage aussieht tönt ein Horn aus der Ferne. Sansa kommt mit Kleinfinger und den Rittern des grünen Tals angeritten und sie zerschlagen die Armee von Bolton.

Dieser hatte sich während der kompletten Schlacht im Hintergrund gehalten und flüchtet sofort- als er seine Niederlage begreift- in die Festung. Er verbarrikadiert sich und denkt, dass Jon die Männer fehlen um eine Belagerung durchzuführen. Er hat dabei aber nicht mit einem Riesen gerechnet und der letzte der Riesen durchbricht das Tor von Winterfell und die Armee von Jon findet Einlass. Sie überwinden die letzten verbliebenen Männer von Bolton und dieser steht allein da. Er streckt den Riesen mit seinem Bogen nieder und fordert nun Jon zum Zweikampf. Ihm bleibt keine Wahl als anzunehmen, denn Bolton attackiert ihn augenblicklich. Jon bezwingt Ramsay und schlägt solange auf sein Gesicht ein, bis dieser regungslos am Boden liegt. Er lässt ihn jedoch am Leben und überlässt es Sansa. Diese verfüttert Bolton an seine eigenen Hunde, die er vor der Schlacht hat sieben Tage hungern lassen, damit sie sich an seinen Feinden laben können. Sansa sieht genussvoll dabei zu wie die Hunde Ramsay lebendig fressen und wendet sich mit einem Grinsen davon ab. Die Flagge der Starks weht wieder in Winterfell.

Fazit:

Die Folge wird ihren Erwartungen gerecht, mehr muss man eigentlich nicht sagen, ich mache es trotzdem. Game of Thrones liefert hier sein Meisterstück ab. Klar, die Folge ist vorhersehbar und es ist auch irgendwie schade, dass alles was man so vermutet hat auch eintrifft. Die Schlacht und die Atmosphäre machen dies locker wett. Die Schlacht um Winterfell ist das Beste, was man an Choreographien bisher gesehen hat, zumindest in einer Serie. Die Schlacht ist packend, dramatisch und der Ausgang ist befriedigend. Einige Fragen bleiben jedoch offen. Kommt Daenerys an der Flotte von Euron vorbei? Wo ist Varys? Sucht er nach Verbündeten in Dorne? Wer wird Winterfell regieren? Was machen die Lennisters, wenn sie erfahren, dass den Starks wieder Winterfell gehört. Was verlangt Kleinfinger für seine Hilfe? Was macht Davos mit der roten Frau? Eine Folge bleibt noch und einige dieser Fragen werden wohl offen bleiben. Der Tod von Ramsay ist der befriedigenste Tod der Serie bisher und übertrifft sogar noch Joffrey.

 

 

Episodenliste:

Game of Thrones Staffel 6 Folge 1 Die rote Frau

Game of Thrones Staffel 6 Folge 2 Zuhause

Game of Thrones Staffel 6 Folge 3 Eidbrecher

Game of Thrones Staffel 6 Folge 4 Buch des Fremden

Game of Thrones Staffel 6 Folge 5 Das Tor

Game of Thrones Staffel 6 Folge 6 Blut von meinem Blut

Game of Thrones Staffel 6 Folge 7 Der Gebrochene

Game of Thrones Staffel 6 Folge 8 Niemand

 

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5 Gedanken zu “Game of Thrones Staffel 6 Folge 9 Die Schlacht der Bastarde

  1. wingsche

    Ich geb dir zum Teil Recht. Die Schlacht war wirklich sehr gut inszeniert und die Atmosphäre kam super rüber.
    Kritisieren muss ich dennoch (wieder einmal) das Writing. An vielen Stellen fehlt eben das Fingerspitzengefühl, wie man sowas halbwegs realistisch darstellen kann/soll.

    – Rickon zB hätte nur schwerlich einen schlechteren Job als „Beute“ machen können als auf einem freien Feld geradeaus wegzulaufen. Gerade in dem Wissen, dass Pfeile auf ihn zielen.

    – John überlebt gefühlte 30 Pfeilhagel, in denen er mittendrin steht.

    – Ramsey lässt ins Getümmel schießen (ok das passt zu Ramsey), aber jeder Bogenschütze folgt seinem Befehl? Bei den Boltons kann ichs ja noch verstehen, aber dass kein einziger Soldat des Nordens sich weigert die eigenen Leute niederzumetzeln halte ich für sehr fragwürdig.

    – warum benutzt der Riese keine Waffe? Es muss ja nur ein kleinerer Baumstamm sein, dann wäre die Arbeit um vielfaches erleichtert gewesen.

    – die Armee von Ramsey: Ramsey besitzt anscheinend die am besten ausgebildete Armee von ganz Westeros. Einen Leichenberg anscheinend extra dazu zu benutzen, den Gegner in einem perfekten Phalanx zu umzingeln zeugt von jahrelangem Training. Keine Armee von Westeros kämpft so. Da GoT in einem Mittelaltersetting spielt und bisher jede Armee hauptsächlich aus bewaffneten Bauern, ein paar Rittern und Söldern besteht kämpft die Boltonarmee erstaunlich professionell. Jeder Soldat scheint perfekt ausgebildet. Zumal man sagen muss, dass die Bogenschützen dann im Endeffekt das Phalanx gebildet haben und knapp 50% der Armee beritten war (auch sehr unüblich).

    – der Rohirrimcharge. Es kommt jetzt zum dritten Mal bei GoT vor, dass eine Schlacht durch heranstürmende Kavallerie gesaved wird. Es war zwar vorauszusehen, aber so langsam reicht es dann auch mal. Zumal ich den Sinn nicht verstanden habe, dass Sansa Littlefingers Armee nicht einmal ggü John erwähnt, aber darüber müsste man jetzt spekulieren ob Sansa nicht insgeheim wollte, dass viele Wildlinge und auch John sterben.

    – 3 Drachen brauche über ne Minute um ein Schiff abzufackeln.

    -> Alles in allem bleibt für mich zu sagen, dass die Folge cineastisch wirklich bombe war, aber leider bleibt auch hier wieder die Logik flöten. Es wird gern auf Logik verzichtet um die Dramaturgie und Action zu erhöhen. Das finde ich sehr traurig, denn bei GoT wurde das in Vergangenheit nicht wirklich so gehandhabt.

    Gefällt 1 Person

    1. reumeier

      Über den bruch der inneren Logik in der sechsten Staffel werde ich in einem abschließenden Artikel auch noch schreiben. Da sind doch ein paar Sachen zusammengekommen

      Gefällt mir

  2. Das mit rickon hat mich auch schwer genervt… Rennt einfach geradeaus. Spätestens als der erste Pfeil im boden einschlägt, hätte ich den Hasenlauf versucht…
    Das der Riese keine Waffe hatte, hat mich auch etwas irritiert…
    Aber ansonsten eine bombastische Folge. Bin gespannt, was der finale Cliffhanger wird.

    Gefällt 1 Person

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